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Ich glaube daran, dass Kultur eine Sprache ist, die Menschen verbindet und Verständnis schafft.
So verbinde ich meine Expertise in der Kulturvermittlung und Sozialarbeit, um einzigartige Perspektiven und Fähigkeiten einzubringen.

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Kultur sichtbar machen: Die Kulturhuberei gestaltet Vitrinen für franzblumBEGEGNUNG

Kultur sichtbar machen: Die Kulturhuberei gestaltet Vitrinen für franzblumBEGEGNUNG

Der Weg zur fertigen Vitrine

franzblumBEGEGNUNG

Mit diesem Blog-Beitrag möchte ich einen Einblick hinter die Kulissen des Ausstellungsaufbaus vermitteln und zeigen, wie vielschichtig Kulturvermittlung sein kann – vom Konzept bis zur handwerklichen Umsetzung.

Die Begegnung mit Franz Blum

Anlässlich des 110. Geburtstags von Franz Blum widmet sich das Bilger-Breustedt-Haus in einer besonderen Ausstellung seinem Leben und Werk www. bilger-breustedt.at.

An dieser Stelle noch einmal DANKE, dass ich mit der Umsetzung betraut wurde. Unter dem Titel franzblumBEGEGNUNG wird der Künstler auf eine subtile, aber intensive Weise erlebbar gemacht. Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile: eine Dauerausstellung in der Ostveranda und eine Sonderausstellung in der Galerie. Ein zentrales Element dieses Projekts ist die Gestaltung und Herstellung von Vitrinen, die nicht nur Exponate schützen, sondern die Geschichte Franz Blums lebendig erzählen.

Die Ostveranda: Raum für Dauerhaftes

Die Ostveranda wird zum Herzstück der Dauerausstellung. Hier stehen drei maßgefertigte Vitrinen entlang der Fensterseite, unterbrochen von bildhauerischen Werken Franz Blums  auf Sockeln. Die Vitrinen erzählen seine Lebensgeschichte in drei Kapiteln: Österreich, Holland und Russland.

  • Jede Vitrine widmet sich einem Lebensabschnitt und stellt einen „Meilenstein“ ins Zentrum, etwa den Torso als Erstlingswerk für die Phase in Österreich.
  • Begleitend dazu werden Originale wie Notgeld oder Ansichtskarten gezeigt, ergänzt durch Literatur, Vermittlungsmaterialien und Texte in leichter Sprache.
  • Die Gestaltung folgt einer besonderen Logik: Die räumliche Situation macht es notwendig, die Besucherinnen und Besucher von rechts nach links durch die Ausstellung zu führen – gleich der Leserichtung japanischer Mangas.
Ein Blick in die Ostveranda des Bilger Breustedt Hauses vor der Neukonzeptionierung durch Die Kulturhuberei. Ein schmaler Raum, dreiseitig mit Fenster. Ein großer, dunkler Kasten und zwei Podeste mit Werken von Franz Blum sind zu sehen.

Die Herausforderung der Integration

Die Ostveranda, ein über 100 Jahre alter Holzbau, stellte besondere Anforderungen an die Planung. Ziel war es, dass die Vitrinen sich harmonisch in den Raum einfügen, als wären sie schon immer da gewesen.

Die Raummaße sind ca. 5 x 2 Meter, drei Seiten sind Fensterwände. Da es sich beim Bilger- Breustedt-Haus um ein Künstlerwohnhaus handelt wo Authentizität wichtig ist, durften keine Veränderungen an der bestehenden Gestaltung der Ostveranda vorgenommen werden.

  • Mit Hilfe von speziellen Farbkarten wurden die bestehenden Farben Grün und Braun exakt nachgebildet.
  • Die Vitrinen aus lasierter Fichte wirken dadurch wie ein natürlicher Bestandteil des Raumes.

Handwerk trifft Vision: Der Bauprozess

Die handwerkliche Umsetzung lag in den Händen von Tischler Rainer Zechmeister www.tischler-zechmeister.at. Gemeinsam entwickelten wir drei Präsentationspulte mit folgenden Eigenschaften:

  • Maße: 100 x 50 x 80 cm
  • Leicht geneigte Glasdeckplatten aus ESG-Glas (6 mm)
  • Zwei Fachböden für Exponate

Besonders beeindruckend war für mich die Oberflächenbehandlung, da durfte ich selbst
Hand anlegen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Zum Angebot der Kulturhuberei zählt auch das Entwerfen von passenden Vitrinen. Das Bild zeigt eine halbfertige Ausführung einer Vitrine in der Tischlerei. Der Rahmen ist bereits lackiert.
Der Rohling einer Vitrine steht in der Tischlerei. Es wird gerade mit der Lackierung begonnen. Die Farbe ist dem Raum im Museum, wo die Vitrine stehen wird, angepasst.
Die von der Kulturhuberei entworfenen Vitrine hat in der Tischlerei den ersten Anstrich bekommen. Sie wird im Bilger Breustedt Haus der Kulturvermittlung dienen.

Ein Blick ins Detail: Beispiel „Russland-Vitrine“

In der dritten und letzten Vitrine endet die Reise mit Franz Blums Zeit in Russland. Ein Band mit Gedichten bildet den Mittelpunkt, flankiert von Erinnerungsstücken wie Fotos, Ansichtskarten und Briefen.

Ein Blick in die Ostveranda des Bilger Breustedt Hauses zeigt die neugestalteten Vitrinen zur Dauerausstellung über Franz Blum. Zwischen den Vitrinen stehen Säulen mit Skulpturen des Künstlers.

Ein Raum für Begegnungen

Mit den neuen Vitrinen wird Franz Blum auf eine einzigartige Weise greifbar – nicht nur für Kenner seiner Werke, sondern auch für Schulklassen oder Gelegenheitsbesucher*innen.

Die Kombination aus durchdachter Gestaltung, handwerklicher Präzision und kulturvermittelnder Vision macht die Dauerausstellung zu einem Erlebnis, das weit über das Visuelle hinausgeht.

Ein Besucher der Dauerausstellung über Franz Blum im bilger Breustedt Haus blickt in eine der neu gestalteten Vitrinen.
Kulturvermittler Günther Huber erklärt einigen Gästen im Bilger Breustedt Haus die neue Dauerausstellung über Franz Blum.
Gäste des Bilger Breustedt Hauses sind in der Ostveranda des Museums. Sie betrachten die neuen Vitrinen und deren Inhalte zur Dauerausstellung über Franz Blum.
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Günther Huber

Meine Passion ist nicht die Suche nach dem nächsten großen „Ding“, sondern langfristige Projekte in Museen zu KULTivieren. Sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Programme sowie deren Inhalte, mit Achtsamkeit und Langsamkeit als Begleiter*innen.

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